Rosenduft weckt die Sinne: Stadtsparkasse Düsseldorf spendet 5.000 Euro für das Projekt „Sinnesgarten für Demenzkranke“

Noch müssen die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflege- und Altenheims Gerricusstift mit Schnittrosen Vorlieb nehmen. Doch sie hoffen, dass sie in naher Zukunft duftende Rosenstöcke im eigenen Garten rund um das 1990 errichtete Gebäude genießen können. Durch eine Spende von 5.000 Euro der Stadtsparkasse Düsseldorf ist der „Sinnesgarten für Demenzkranke“ zumindest ein Stück näher gerückt.

„Zurzeit ist die Grünanlage für unsere Bewohner kaum benutzbar,“ sagt Heimleiter Remy Reuter. „Das Gelände ist sehr uneben, die Wege sind abschüssig. Für Rollator-Nutzer und Rollstuhlfahrer ist dies gefährlich“, bestätigt Wolfgang Kurz vom Bewohnerbeirat des Gerricusstifts. Die Bürgerstiftung Gerricus will dies ändern und hat bereits 36.000 Euro für das Projekt „Sinnesgarten“ gesammelt. Mindestens 44.000 Euro werden noch benötigt.
 
„Als Partner für diese Region sind wir stets da, wo Neues passiert und Menschen sich für Menschen engagieren. Wir freuen uns sehr, ein Projekt der Bürgerstiftung Gerricus, das die Lebensqualität von Menschen mit Demenz verbessert, zu unterstützen“, sagte Jutta Giffels, vom Kompetenz Center Stiftungen der Sparkasse als sie den 5.000-Euro-Scheck in einem Korb voll Rosen überreichte. Die Zahl der Bewohner des Gerricusstifts, die an Demenz leiden, ist in den vergangen Jahren stetig angestiegen. Inzwischen sind bereits 60 Prozent von ihnen betroffen. Das Durchschnittsalter liegt bei 85 Jahren.
 
Treffpunkt der Generationen
 
Nach der Scheckübergabe stellte Remy Reuter erstmals die Pläne des Sinnesgartens der Öffentlichkeit vor. Demnach soll der Eingangsbereich im vorderen Teil des Gerricusstifts neu gestaltet sowie im mittleren und hinteren Teil die verschiedenen Höhenniveaus ausgeglichen und rollstuhlgerechte Wege angelegt werden. Das eigentliche „Herzstück“ des Sinnesgartens wird ein geschützter Bereich im hinteren Teil des Gartens sein. Dort können sich dann erstmals auch Demenzkranke frei bewegen und frische Luft tanken: Ein in Schleifen angelegter Rundweg verhindert, dass sie sich beim Spazierengehen verirren. Darüber hinaus sorgen Beete mit Kräutern und Blumen, Wasser- und Klangspiele, Obstbäume und Vogelhäuser für vielfältige Sinnesanregungen. Außerdem soll der Sinnesgarten zum Mitmachen einladen: Durch vertraute Tätigkeiten wie Unkraut jäten oder Obst ernten können bei Demenzpatienten positive Erinnerungen in tief liegenden Bewusstseinsschichten geweckt werden.
 
„Wir wollen, dass der Sinnesgarten ein Treffpunkt der Generationen wird,“ erläuterte Heimleiter Reuter. So seien beispielsweise auch Kinderspielgeräte vorgesehen, damit die Enkel beim Besuch der Oma oder des Opas auf ihre Kosten kämen. Bereits heute hielten sich häufig Menschen zwischen 1 und 100 Jahren im Gerricusstift auf.

Von Angelika Fröhling

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