„Wir müssen das Alte Testament mit neuen Augen sehen!“ – Vortrag von Monsignore Wilhelm Terboven

Monsignore Wilhelm Terboven
Monsignore Wilhelm Terboven

Gewohnt eloquent und mitreißend nahm Monsignore Wilhelm Terboven die rund 120 Zuhörer im Gerresheimer Stiftsgebäude mit auf einen Streifzug durch die neuesten Erkenntnisse der Bibelforschung. Immer wieder wies der Pfarrer im Ruhestand in seinem von der Bürgerstiftung Gerricus organisierten Vortrag „Wir müssen das Alte Testament mit neuen Augen sehen“ darauf hin, dass es sich bei den alten Bibeltexten um „theologische Lehrerzählungen“ handele, die erst Jahrhunderte nach den Ereignissen entstanden seien und stetig verändert wurden.

 

Die Geschichte vom Auszug der Israeliten aus Ägypten, der 40 Jahre („eine Heilszahl“) andauernde Zug durch die Wüste und die Ankunft im gelobten Land zeugten laut Terboven von „hoher Erzählkunst“. Auch heute seien Kraft zum Aufbruch, Rückzug in die Wüste (im übertragenen Sinne) und Hoffnung auf Veränderung immer wieder gefragt, sagte Terboven. Er erinnerte daran, dass Priester noch vor wenigen Jahrzehnten mit dem Rücken zur Gemeinde gestanden und in lateinischer Sprache die Messe gelesen hätten.

Gut besuchter Stiftssaal
Gut besuchter Stiftssaal

Häufig schlug Monsignore Terboven von den Büchern des Mose, der „Krisenliteratur“, einen Bogen ins 21. Jahrhundert: zu der durch Erdbeben und Tsunami ausgelösten Katastrophe in Japan, zum Stand der Ökumene in Deutschland und zu Reformen in der katholischen Kirche. „Die Kraft zum Leben steckt im Aufbruch“, betonte der ehemalige Pfarrer von St. Margareta am Schluss seines Vortrags.

Von Angelika Fröhling

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