Eine Schatzkammer für St. Margareta – Bürgerstiftung Gerricus sucht Stifter und Paten

Dr. Beate Johlen-Budnik, Projektkoordinatorin, Barbara Krug, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Gerricus, Karl-Heinz Sülzenfuß, Pfarrer der Gemeinde St. Margareta, Dr. Martin Seidler vom Kunstreferat beim Erzbistum Köln und Ingrid Bussenius
Dr. Beate Johlen-Budnik, Projektkoordinatorin, Barbara Krug, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Gerricus, Karl-Heinz Sülzenfuß, Pfarrer der Gemeinde St. Margareta, Dr. Martin Seidler vom Kunstreferat beim Erzbistum Köln und Ingrid Bussenius

Die Kirchengemeinde St. Margareta und die Bürgerstiftung Gerricus planen, in der Basilika St. Margareta eine Schatzkammer einzurichten. Dazu soll der älteste Teil der romanischen Basilika, ein rund 40 Quadratmeter großer Raum, der im Laufe der Zeit als Sakristei, Archivraum und Taufkapelle genutzt wurde, in einen repräsentativen Ausstellungsraum verwandelt werden.

„Wir wollen unsere Kunstschätze wieder nach Gerresheim holen und für die Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagte Pfarrer Karl-Heinz Sülzenfuß gestern bei der Vorstellung der Schatzkammer-Pläne in der Basilika St. Margareta. Der wertvolle „Gerresheimer Schatz“ lagerte bis vor kurzem noch in den Kellerräumen des Stiftsgebäudes. Aus Sicherheitsgründen sind die Kunstschätze zurzeit in der Schatzkammer von St. Lambertus und bei Restauratoren untergebracht.
 
Zu den bedeutendsten Stücken zählen u.a. ein Ottonisch-Salisches Evangeliar aus der Zeit vor 1052, ein Reliquienkästchen aus Limoges aus dem 13. Jahrhundert und eine hochgotische Schaumonstranz aus dem14. Jahrhundert. Insgesamt besteht der Schatz aus rund 150 Gegenständen: liturgische Geräte, Reliquienbehälter, Messgewänder, Gemälde und Bücher. Sie gehörten dem ehemaligen Gerresheimer Damenstift St. Hippolyt und wurden nach dessen der Auflösung 1802/1803 der Pfarrgemeinde St. Margareta übergeben.
 
„Es ist ein großes Glück, dass die Kunstschätze während der Säkularisation nicht verloren gingen“, betonte Projektkoordinatorin Dr. Beate Johlen-Budnik. Außerdem wies sie auf die große Bedeutung hin, die Gerresheim im Mittelalter hatte. Diese zeige sich zum Beispiel in den kostbaren Reliquien und Monstranzen, die an hohen kirchlichen Festtagen noch heute zum Einsatz kommen.
 
Pfarrer Karl-Heinz Sülzenfuß hofft, dass bis Ende 2012 genug Spenden für das Projekt eingegangen und die Umbauarbeiten abgeschlossen sind. Insgesamt rechnen die Verantwortlichen mit einem Finanzbedarf von mindestens 200.000 Euro. Davon wird das Erzbistum Köln voraussichtlich 140.000 Euro und die Bürgerstiftung Gerricus 60.000 Euro übernehmen. Barbara Krug, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Gerricus, ist noch auf der Suche nach Paten für die Restauration der kunsthistorisch interessanten Gegenstände: „Gerne werden wir die Namen der Unterstützer auf einer Tafel oder an den einzelnen Objekten nennen.“ Darüber hinaus sucht die Bürgerstiftung Gerricus noch „Zeitstifter“, die zum Beispiel Anträge bei Förderstiftungen stellen.
 
Die größte Aufmerksamkeit in der Schatzkammer, die zurzeit von der Kölner Gestalterin Ingrid Bussenius konzipiert wird, ruft sicherlich das ottonische Evangeliar hervor. Das Original, das im 11. Jahrhundert eigens für Gerresheim angefertigt wurde, wird wegen seiner hohen Lichtempfindlichkeit nur in einer Vitrine zu sehen sein. An einer Medienstation werden die Besucher das Evangelien-Buch jedoch per Touchscreen komplett „durchblättern“ und insbesondere die farbenprächtigen Miniaturen ansehen können.
 
„Wir wollen die Ausstellungsstücke lebendig machen, indem wir Wissenschaftler, Kulturvereine und Besucher der Schatzkammer miteinander vernetzen und sie durch Vorträge sowie Bildungsprojekte für Kinder und Menschen mit Behinderungen ins Gespräch bringen“, erklärt Barbara Krug, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Gerricus. Auch eine Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Marketing und Touristik GmbH ist angedacht. Schließlich ist die romanische Pfeilerbasilika St. Margareta sehr sehenswert und dadurch ein authentischer Ausstellungsort für Zeugnisse der Düsseldorfer Stadtgeschichte.
 
Das Exposé zum Projekt Schatzkammer finden Sie hier.
Unterstützen Sie das Projekt durch eine Spende (Verwendungszweck: Kunstschätze) oder Zustiftung.

Von Angelika Fröhling

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