Abschiedsraum im Gerricusstift eingeweiht

Pater Robert, Remy Reuter und Bewohnerinnen         des Alten- und Pflegeheims Gerricusstift bei der Einweihung des Abschiedsraums.
Pater Robert, Remy Reuter und Bewohnerinnen des Alten- und Pflegeheims Gerricusstift bei der Einweihung des Abschiedsraums.

Der Abschiedsraum im Pflege- und Altenheim Gerricusstift in Gerresheim wurde heute durch Pater Robert, Pfarrvikar in St. Margareta, eingeweiht. Der Raum, in

dem Angehörige in Ruhe Abschied von einem Verstorbenen nehmen können, ist Teil eines neuen Konzepts zur palliativen Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden, an dem das Gerricusstift arbeitet. Die Bürgerstiftung Gerricus unterstützte den Umbau mit 6.700 Euro und 100 Zeitstunden.

 

Eine gute palliative Versorgung berücksichtigt auch die Bedürfnisse der Familie nach dem Tod eines Angehörigen. In diesem Zusammenhang ist ein angemessener Raum zum Abschiednehmen wichtig.


Der alte „Abschiedsraum“ im Gerricusstift glich eher einem Obduktionsraum (siehe Foto) und wurde deshalb kaum genutzt. Verstarb ein Bewohner oder eine Bewohnerin in einem Zweibettzimmer, musste das Pflegepersonal bisher unter großem Aufwand einen Raum zum Abschiednehmen „organisieren“.

Pater Robert, Petra Reinartz, Remy Reuter und Ursula Legge
Pater Robert, Petra Reinartz, Remy Reuter und Ursula Legge

Dank der Bürgerstiftung Gerricus, die die Neugestaltung des Raums koordinierte und finanzierte, haben nun Angehörige die Möglichkeit, sich in freundlicher Atmosphäre Zeit für ihre Trauer zu nehmen.

 

Die Wände sind verputzt, der fensterlose Raum wirkt heller, der Fußboden in Holzoptik wohnlich, das Licht lässt sich dimmen. Zwei weiße Sessel laden zum Verweilen ein. Rund 6.700 Euro brachte die Bürgerstiftung Gerricus für das Projekt auf. Realisiert

werden konnte es jedoch erst durch großzügige Zeitspenden: Innenarchitektin

Ursula Legge konzipierte den Raum und half mit ihren beiden Söhnen tatkräftig

beim Verputzen und Bodenverlegen. Die Firmen Föster, Moll und Arnold leiteten

unentgeltlich die ehrenamtlichen Helfer an, spendeten Material und halfen somit,

die Kosten für ihre Profiarbeiten deutlich zu reduzieren.

 

Insgesamt hätten die Helfer gut 100 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit „gestiftet“, schätzt Barbara Krug, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Gerricus. In die Planung der Neugestaltung flossen auch die Erfahrungen der ökumenischen Hospizgruppe Gerresheim ein.

 

Ein besonderes Geschenk machten Schülerinnen und Schüler des

Friedrich-Rückert-Gymnasiums dem Pflege- und Altenheim: Sie „stifteten“ ihre

kunstvoll gestalteten Bilder von Kreuzen, die nun an den Wänden im

Abschiedsraum hängen. Unter Anleitung von Kunstlehrerin Rena Scheiter, die in

der Bürgerstiftung Gerricus und der Gemeinde St. Margareta aktiv ist, hatten

die Schüler sich zunächst Gedanken gemacht, welche Gefühle, Worte und Symbole sie mit dem Kreuz verbinden. Anschließend gestalteten sie in unterschiedlichen

Farben und Formen Kreuze – z.T. als Collage oder mit bunten Steinen verziert.

 

Spenden gesucht


Nachdem der Abschiedsraum fertig gestellt ist, hofft die Bürgerstiftung Gerricus nun auf erneute Spenden für das nächste Projekt im Pflege- und Altenheim Gerricusstift: Für die Einrichtung eines SinnesZimmers (auch „Snoezelenraum“ genannt) werden noch rund 13.000 Euro benötigt. In dem geplanten SinnesZimmer sollen nach holländischem Vorbild bei Menschen mit schweren Behinderungen oder Demenzerkrankungen verschiedene Sinne wie Sehen, Hören, Spüren, Riechen und Schmecken angesprochen werden. Durch eine Kombination von musikalischen Klängen und Lichtspielen wird beispielsweise die sensorische Wahrnehmung verbessert und gleichzeitig stellt sich ein Entspannungseffekt ein.

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