Vortrag: Kinder schützen - was tun gegen Kindesvernachlässigung?

Dr. Wilfried Kratzsch
Dr. Wilfried Kratzsch

Aus Anlass des Internationalen Tag des Kindes am
1. Juni stellt Dr. Wilfried Kratzsch, leitender Oberarzt im Ruhestand des kinderneurologischen Zentrums am Sana-Krankenhaus Gerresheim und Vorstandsvor-sitzender der Stiftung Deutsches Forum Kinder-zukunft, seine Konzepte zur Prävention gegen Kindesvernachlässigung vor. Der Vortrag „Kinder

schützen – was tun gegen Kindesvernachlässigung?“ findet am Dienstag, 2. Juni um 19 Uhr im Stiftssaal von St. Margareta statt und richtet sich an alle, die in

der Nachbarschaft, im Freundes- und Bekanntenkreis Kinder kennen, aber auch an alle, die beruflich mit Kindern zu tun haben.

 


Weil der Schutz der Kinder für den Einzelnen und die gesamte Gesellschaft wichtig ist, gründete Dr. Wilfried Kratzsch eine Initiative, die gefährdete Familien unterstützt.


Die Vorbeugung geht alle an,

weil jedes 15. Kind von Vernachlässigung laut Statistik zumindest zeitweise

betroffen ist. Nachbarn sollten daher sensibel sein und bei problematisch

erscheinenden Situationen die Eltern ansprechen und auf die Hilfsangebote

hinweisen. Die Zahl der Fälle, in denen Kinder aus Familien vom Jugendamt in

Obhut genommen und in Heimen untergebracht werden, steigt.

 

Wichtig sind auch die Kontakte, die Krankenschwestern und Hebammen vor und nach der Geburt mit den Müttern haben. In den Gesprächen

werden oft Risikofaktoren deutlich (Sucht, alleinstehend ohne Unterstützung,

Probleme mit dem Partner, finanzielle Nöte), so dass Hilfsangebote gemacht

werden können. Weil eine Vertrauensbasis besteht, wird Hilfe eher angenommen

als durch offizielle Maßnahmen durch das Jugendamt. Das Präventionsmodell zeigt unbürokratische, mitmenschliche Lösungen für das Problem.


Jede Familie kann Probleme bekommen

 

Das Beratungsnetz kann bei den Vorsorge-Untersuchungen in den Arztpraxen verdichtet werden. An dem Modell, das bundesweit anerkannt ist, arbeiten viele Krankenhäuser in Städten mit. Die Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft unterstützt die Bemühungen und die Ausbildung von Schwestern und ArzthelferInnen für die Erstberatung. In Düsseldorf will die Initiative die Kinderärzte stärker miteinbeziehen und erste Schritte dazu vorstellen.

 

Die frühe Prävention ist für alle interessant, weil jede Familie Probleme bekommen kann und weil oft in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis kritische Situationen bekannt werden. Es können Anregungen gegeben werden.

 

Veranstalter: ASG-Bildungsforum, Bürgerstiftung Gerricus,

Kath. Kirchengemeinde St. Margareta


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