„Wir müssen alle lernen, die Integration von Flüchtlingen vorzubereiten“

v. l.: Anton Rütten, Ulrich Richter
v. l.: Anton Rütten, Ulrich Richter

Anton Rütten aus dem Landesministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) informierte gestern im Rahmen der „Grafenberger Dialoge“ über die Zuwanderungsentwicklung und Integrationspolitik in NRW.

Was bedeutet Integration? Diese Frage stellte Moderator Ulrich Richter, Mitglied des Fördervereins St. Ursula e.V., in seiner Begrüßung. Und er erläuterte: Integration bedeute für ihn „Suche nach Gemeinsamkeiten, Akzeptanz von Unterschieden und Verantwortung für die Menschen, die in unser Land kommen“.

Anton Rütten im Pfarrsaal von St. Ursula
Anton Rütten im Pfarrsaal von St. Ursula

Gerade die Verantwortung, die außerstaatliche Institutionen und Privatpersonen, Kirchen und ehrenamtliche Helfer in der Flüchtlingshilfe übernehmen, stimme ihn zuversichtlich, diese schwierige Aufgabe stemmen zu können, so Referent Anton Rütten, Leiter der Abteilung Integration im MAIS. Er war der Einladung der katholischen Kirchengemeinde St. Margareta, des Fördervereins St. Ursula e. V. und der Bürgerstiftung Gerricus gefolgt und stellte im gut besuchten Pfarrsaal von St. Ursula die Strukturen vor, die in NRW bereits geschaffen wurden und unter den aktuellen Flüchtlingsströmen noch zu schaffen sind, um ein friedliches Miteinander zu ermöglichen. Fachkundig und nachvollziehbar erläuterte Rütten in einem umfassenden historischen und politischen Rückblick die unterschiedlichen Zuwanderungsströme seit den 1950er Jahren in NRW. Trotz einer jahrzehntelangen Einwanderungsgeschichte sei das Thema Migration erst in den letzten Jahren in das öffentliche Bewusstsein gerückt.  Ein Grund seien die veränderten politischen Verhältnisse innerhalb und außerhalb Europas, die zu einer permanenten Veränderung in der Zuwanderung führten. Noch vor einem Jahr habe niemand die heutige Lage vorhergesehen. „Wir alle müssen Integration lernen“, konstatiert Rütten, dies gelte für die einzelnen Ministerien und Behörden ebenso wie für jeden Einzelnen.

 In der anschließenden regen Diskussion beantwortete er mit großem Sachverstand alle Fragen des vielfach gut informierten und interessierten Publikums.

Am Ende blieb festzuhalten: Bei allem Optimierungsbedarf gilt Deutschland europaweit als vorbildhaft in der Zuwanderungspolitik, weil grundlegende Institutionen und Regelungen geschaffen wurden. Und so stellte Rütten fest: „Deutschland ist mittlerweile ein selbstbewusstes und erfolgreiches Einwanderungsland“.

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