Das Gerresheimer Evangeliar als bedeutende Geschichtsquelle

Die Referenten der Forschungstagung. (Namen siehe unter "mehr lesen")
Die Referenten der Forschungstagung. (Namen siehe unter "mehr lesen")

Das Evangelienbuch in der Basilika St. Margareta in Gerresheim gehört zu den prominentesten, stilistisch eigen-willigsten Handschriften der im 10./11. Jahrhundert entstandenen Kölner Malerschule. Etliche Nachträge von Eidesformeln, Schatzverzeichnissen und Gebeten machen das mittelalterliche Evangeliar des ehemaligen Damenstiftes Gerresheim heute zur bedeutenden Geschichtsquelle. Dank der Unter-stützung der Bürgerstiftung Gerricus trafen sich am Samstag Wissenschaftler aus ganz Deutschland zu einer Tagung im Gerresheimer Stiftssaal, um die Handschrift näher zu erforschen.

Das Gerresheimer Evangeliar (Foto:  Marcus Pietrek)
Das Gerresheimer Evangeliar (Foto: Marcus Pietrek)

Das Glanzstück der Schatzkammer von St. Margareta wurde dabei von unterschiedlichen Aspekten aus untersucht. Vor allem die hand-schriftlichen Nachträge im Gerres-heimer Evangeliar, die bisher weder systematisch diskutiert noch bewertet worden sind, galt es genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Die Ergebnisse des Forschungs-kolloquiums, an dem Wissenschaftler aus den Bereichen Kunstgeschichte, Geschichte, Paläographie und Handschriften-restaurierung teilnahmen, sollen nun als Aufsatzband gebündelt werden. Die ge-plante, reich bebilderte Publikation wird von der Bürgerstiftung Gerricus finanziell unterstützt und erscheint voraussichtlich im Frühsommer 2016.


Sie soll den aktuellen Forschungsstand sowohl einem Fachpublikum als auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Somit gäbe es auch erstmals eine repräsentative, farbige Veröffentlichung aller Bildseiten des Gerresheimer Evangeliars, welches in einzigartiger Weise – ähnlich wie die Basilika Sankt
Margareta - für Gerresheim und seine bedeutende sakrale Geschichte steht. 

Die Referenten des Gerresheimer Kolloquiums (v.l.n.r.):

Dr. Jens Lieven (Universität Bochum), Prof. Dr. Andreas Bihrer (Universität Kiel), Thorsten Henke (Universität Göttingen), Dr. Doris Oltrogge (Fachhochschule Köln),  Dr. Hans-Walter Stork (Staats- und Universi-tätsbibliothek Hamburg), Dr. des. Julia von Ditfurth (Universität Kiel), Dr. Beate Johlen-Budnik (Gerresheim) und Prof. Dr. Klaus Gereon Beuckers (Universität Kiel).  

Kirchenzeitung Köln, 16.10.2015
Kirchenzeitung Köln, 16.10.2015

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