Zwei Spender finanzieren ein Zimmer zur Sinnesanregung im Gerricusstift

v.l.: Barbara Norff, Remy Reuter, Fritz Asche, Michael Brockerhoff und Yvonne Schauch (liegend)
v.l.: Barbara Norff, Remy Reuter, Fritz Asche, Michael Brockerhoff und Yvonne Schauch (liegend)

„Wir wollten kein trauriges, leerstehendes Zimmer haben“, erklärt Remy Reuter, Leiter des Pflege- und Altenheim Gerricusstift in Düsseldorf-Gerresheim. Von 2018 an muss jedes Pflegeheim über ein „Ausweichzimmer“ verfügen, damit z. B.  Bewohner eines Doppelzimmers bei einer an-steckenden Infektion schnell in einem Einzel-zimmer untergebracht werden können. Um das „Ausweichzimmer“ das ganze Jahr über sinnvoll nutzen zu können, kam das Team des Gerricus-stifts auf die Idee, daraus einen „Sinnesraum“ für besondere Therapieangebote zu machen. Es war allerdings schnell klar, dass die Einrichtung eines „Sinneszimmers“ nicht zu finanzieren sein würde. Doch die Bürgerstiftung Gerricus machte den „Sinnesraum“ zu einem ihrer Projekte und übernahm die Kosten von insgesamt 12.300 Euro.

Die Bilder- und Lichtleiste an der Wand des Sinneszimmers im Gerricusstift.
Die Bilder- und Lichtleiste an der Wand des Sinneszimmers im Gerricusstift.

Möglich gemacht hatten dies Fritz Asche, der zu

seinem Geburtstag um Spenden bat und
Ernst Termeer, der seinen Nachlass der Bürger-stiftung Gerricus vermachte.
 

In dem „Sinneszimmer“, das nun fertig ausge-stattet ist, können vor allem Bewohnerinnen und Bewohner betreut werden, die so schwer erkrankt oder bewusstseinsgetrübt sind, dass sie über eine normale Ansprache nicht mehr zu

erreichen sind. Das Besondere ist: An der Decke und an der Wand ist eine Bilder-

und Lichtleiste angebracht. So kann sich selbst der bettlägerige Bewohner per-sönliche Fotos anschauen, zum Beispiel von seinen Enkeln, von seiner Hochzeits-reise oder von seinem langjährigen Hobby.


Darüber hinaus kann der Bewohner durch farbiges Licht, Musik und Gerüche in eine anregende oder beruhigende Stimmung versetzt werden. „Wir wissen, dass der Geruchssinn enorm die Psyche beeinflussen kann“, erläutert Remy Reuter. Deshalb wurde in dem Raum ein Gerät zur Luftreinigung installiert, das der Luft zugleich auch verschiedene Aromen beimischen kann. So könnte zum Beispiel die an schwerer Demenz erkrankte, begeisterte Rosenzüchterin mit Rosenduft an schöne Erlebnisse erinnert werden.

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