Bürgerstiftung Gerricus finanziert drei Jahre lang eine Ehrenamtskoordinatorin

Alfons Föster, Mechthild Schmölders, Ahmad Mohmmad in der Unterkunft Heyestr. 51 (v.l.)
Alfons Föster, Mechthild Schmölders, Ahmad Mohmmad in der Unterkunft Heyestr. 51 (v.l.)

Die Katholische Kirchengemeinde
St. Margareta konnte Mitte Novem-ber 2015 Mechthild Schmölders als neue Ehrenamtskoordinatorin im Bereich Flucht und Asyl einstellen, weil die
Bürgerstiftung Gerricus diese halbe Stelle, die auf drei Jahre angelegt ist, voll finanziert. Möglich wurde dies durch eine einzelne Spende von 90.000 Euro zu diesem Zweck.

Die Einstellung der Ehrenamtskoordinatorin ist für alle ein Gewinn: ...

Pfarrer Karl-Heinz Sülzenfuß, Angelika Fröhling, Mechthild Schmölders, Ahmad Mohmmad, André Kellner, Alfons Föster, Ursula Legge (v.l.)
Pfarrer Karl-Heinz Sülzenfuß, Angelika Fröhling, Mechthild Schmölders, Ahmad Mohmmad, André Kellner, Alfons Föster, Ursula Legge (v.l.)

... Für die Ehrenamtlichen, die nun eine feste Ansprechpartnerin haben und nicht mehr wochenlang auf ihren ersten „Einsatz“ warten müssen. Für

die Flüchtlinge in Gerresheim, weil die ehrenamtliche Hilfe koordinierter und

kontinuierlicher abläuft. Für die Seelsorger in der katholischen Kirchengemeinde St. Margareta und das Team der Bürgerstiftung Gerricus, weil sie die Ehrenamtsarbeit in guten Händen wissen und selbst entlastet sind. Und nicht zuletzt für Mechthild Schmölders selbst, weil sie ihr Hobby zum Beruf gemacht hat, wie sie sagt.

 

Da sich die 55-jährige Diplom-Sozialarbeiterin zuvor schon in großem Umfang ehrenamtlich für Gerresheimer Flüchtlinge eingesetzt hat, nahm Mechthild Schmölders ihre Arbeit nach einer denkbar kurzen Einarbeitungszeit bereits voll auf. Dabei hilft ihr auch ihre Zusatzqualifikation als Ehrenamtsmanagerin sowie ihre Erfahrung als Abteilungsleiterin der Caritas in Mettmann.

  

Hauptaufgabe von Mechthild Schmölders ist es, Ansprechpartnerin für diejenigen zu sein, die sich in Gerresheim in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich engagieren oder sich vorstellen können, dies in Zukunft zu tun. „Ich erhalte etwa drei bis vier Anfragen pro Woche“, erzählt die Ehrenamtskoordinatorin. In einem Einzelgespräch versuche sie dann herauszufinden, wie der Bewerber mit seinem Können und seinen zeitlichen Möglichkeiten am besten für die anstehenden Aufgaben rund um die Betreuung der drei Gerresheimer Flüchtlingsunterkünfte sowie der noch verbliebenen Flüchtlinge im Hotel eingesetzt werden könne. „Gesucht werden vor allem Freiwillige, die die Flüchtlinge zu Ämtern und zum Jobcenter begleiten“, sagt Schmölders.

 

Einer derjenigen, die bereits ehrenamtlich für Flüchtlinge aktiv sind, ist Malermeister Alfons Föster. Gemeinsam mit dem 23-jährigen Ahmad Mohmmad, einem syrischen Flüchtling, den er für mehrere Wochen bei sich zu Hause aufnahm und nun für einige Zeit als Praktikant beschäftigt, hat Alfons Föster den Eingangsbereich der Flüchtlingsunterkunft in der Heyestraße 51 in Gerresheim gestrichen und farblich neu gestaltet. „Wenn der Eingang einladend aussieht, kann sich das positiv auf die Stimmung im ganzen Haus auswirken“, so der Malermeister. Unterstützt wurde Alfons Föster von Innenarchitektin Ursula Legge, die die Idee für das Schattenspiel an der Wand lieferte und bei der Umsetzung half.

 

„Mit der Einstellung einer Ehrenamtskoordinatorin wollen wir nicht die Arbeit der Wohlfahrtsverbände ersetzen, sondern dazu beitragen, dass langfristig an der Integration der Flüchtlinge gearbeitet wird“, betonte Barbara Krug bei der Vorstellung von Mechthild Schmölders. Als ehemalige Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Gerricus trug Barbara Krug wesentlich dazu bei, dass ein Spender und damit eine Finanzierung der Stelle gefunden wurde.

 

Persönliche Ansprache ist wichtig. Deshalb ist Mechthild Schmölders montags von 14-17 Uhr im „Aloysianum“ am Gerricusplatz 28 in ihrer Sprechstunde zu erreichen. Zudem bietet sie dort ab 2016 jeden vierten Donnerstag im Monat um 18 Uhr einen Ehrenamtlertreff an. Die Gelegenheit zum Gespräch und zum „Reinschnuppern“ findet gleich im Anschluss an das „Begegnungscafé“ statt, wo sich Gerresheimer und Flüchtlinge alle zwei Wochen bei einer Tasse Kaffee oder Tee zwanglos austauschen können.

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