Skulptur „MGH 11“ in der Basilika

Foto: Marcus Pietrek
Foto: Marcus Pietrek

Zeitgenössische Kunst passt zu einer romanischen Basilika. Das beweist die etwa drei Meter hohe Datenskulptur „MGH 11“, die der Künstler Matthias Hintz aus CDs geschaffen und geformt hat und die im Altarraum der Kirche aufgestellt ist. Die Bürgerstiftung Gerricus hat die Ausstellung der Skulptur vermittelt aus Anlass der Verabschiedung des Pfarrers von St. Margareta, Karl-Heinz Sülzenfuß. Er war Vorsitzender des Kuratoriums der Bürgerstiftung Gerricus und hat deren Gründung und Arbeit vorangebracht, weil er die Chance sah, mit einer bürgernahen Stiftung die Gemeinde St. Margareta und den Stadtteil Gerresheim mitzugestalten sowie die Anliegen der Bürger aufzugreifen.

 

Zu Projekten in seiner Amtszeit ... 

...gehören die umfangreiche Sanierung des Jugend- und Gemeindezentrums „Aloysianum“ am Gerricusplatz, die Gestaltung eines Sinnesgartens im Alten- und Pflegeheim Gerricusstift, die Hilfe für benachteiligte Menschen und für Flüchtlinge sowie die Einrichtung einer Schatzkammer in der Basilika St. Margareta für die wertvollen und künstlerischen herausragenden Altargegenstände. Zum kulturellen Engagement gehört auch das Aufstellen der Skulptur, die beim Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Sülzenfuß erstmals in der Basilika zu sehen war.

Foto: Marcus Pietrek
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Die CDs für diese Skulptur hat Matthias Hintz mit Heißluft verformt, zusammen-geschweißt und so zu einem neuen, großen Gebilde gestaltet. Datenskulpturen nennt er seine Schöpfungen, weil CDs Daten und Informationen tragen, die zwangsläufig auch in der Skulptur gespeichert sind. Diese technischen Aspekte verbindet er mit seinem Hauptthema „Der Mensch in den Dingen“ und gibt seiner Skulptur Formen, die an einen menschlichen Körper erinnern und die Assoziationen zu charakteristischen Körper-haltungen oder Gefühlen auslösen können. Auch der Mensch ist ein Datenträger, vor allem durch seine Gene, aber etwa auch durch Zuordnungen zu Ausweis-Dokumenten. Die Spannung zwischen Daten und Individuum wird auf diese Weise thematisiert. Um den Betrachter nicht auf eine Interpretation festzulegen, tragen die Skulpturen keinen Titel, sondern nur eine Kennung, die Serie und Entstehungszeit festhalten.

 

Die Skulptur ist bis 10. Juli in der Basilika St. Margareta, Gerricusplatz zu sehen und ergänzt die laufende Ausstellung „Köpfe“ mit Bildern von Matthias Hintz im benachbarten Aloysianum am Gerricusplatz 28.

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