Nachbarschaftshilfe

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Status Quo & Zielsetzung

Die Bürgerstiftung Gerricus will mit einem neuen Projekt zusammen mit der Pfarre St. Margareta älteren Menschen helfen, Einsamkeit zu überwinden, und ihnen Unterstützung im täglichen Leben bieten. Eine hauptamtliche Fachkraft soll  mit Hilfe des Pfarrbesuchsdienstes und Teilnehmern der regelmäßigen Seniorentreffen die Wünsche – etwa nach regelmäßigen Treffen zum Gespräch, Spaziergänge, Besuche in Senierenclubs und Hilfen im Haushalt – sammeln und dann freiwillige Helfer werben, die die Senioren unterstützen und sich um sie kümmern.

Grundlage ist ein neues Modell: Die Arbeit mit und für die Senioren soll nicht mehr nur als eine Dienstleistung für Hilfsbedürftige gesehen werden, sondern  als Bestandteil des Zusammenlebens in einem Stadtteilquartier. Voraussetzung dafür ist, dass nicht mehr zwischen Hilfsbedürftigen auf der einen Seite und Helfern auf der anderen Seite unterschieden wird. Vielmehr tun sich alters-übergreifend Menschen zusammen, die sowohl Hilfe geben als auch bei Bedarf Hilfe empfangen, die also mit einander und  füreinander Sorge tragen. Eine solche Organisation der Hilfe stützt sich auf Prinzipien einer Genossenschaft. Der Wunsch vieler, selbst aktiv zu werden und etwas zu tun, wird aufgegriffen. So rückt das Miteinander im Stadtteil stärker in den Blickpunkt.

Neue ehrenamtliche Helfer können in den Kreis integriert werden. So können kleine Nachbarschaftsringe gebildet werden, die nach einem genossenschaftlichen Grundsatz arbeiten.

Ein solches Zusammenleben ist mehr als bloße Versorgung, es gleicht einer funktionierenden Nachbarschaft. Um auf diese Weise aktiv zu werden, brauchen die Menschen Unterstützung beim Planen und beim Organisieren ihrer eigenen Ideen. Das soll eine der Aufgaben von ehrenamtlichen Nachbarschaftshelfern sein, die von der Fachkraft koordiniert und auch angeleitet werden.

Maßnahmen

  • Erforschen der Wünsche nach Unterstützung und erfassen der Interessenten
  • Suche nach ehrenamtlichen Helfern
  • Zusammenführen der beiden Gruppen
  • Anstoß und Strukturen für gemeinsames, genossenschaftliches Arbeiten geben
  • Bildung kleiner Gruppen unterstützen und die Gruppen beraten
  • Begleitung und Beratung der Akteure.

Zeitplan & Kosten

Für den Aufbau und zum Anschub der Nachbarschaftshilfe ist eine hauptamtliche Kraft nötig (20 Stunden-Stelle für drei Jahre ) sowie Supervision und ggf. technische Lösungen zur Koordination von Partnerschaften. Gesamtkosten für vier Jahre betragen etwa 120.000 €. Wegen des Modellcharakters ist zu erwarten, dass andere Stiftungen und kirchliche Verbände Zuschüsse geben. Die Bürgerstiftung Gerricus beteiligt sich für vier Jahre an der Finanzierung der Stelle einer Fachkraft mit jährlich rund 30.000 €.

Beispiele anderer Städte

Die Öcher Frönnde sind ein regionaler Nachbarschaftsring, der das gemeinschaftliche Miteinander von Bürgern jeden Alters fördert. Dies gelingt, indem unsere Mitglieder ehrenamtlich am Alltag der anderen teilhaben, einander unterstützen und entlasten: Ob Einkauf oder die Begleitung zu Arztterminen, ob persönliches Gespräch oder erholsamer Spaziergang – unser soziales Netzwerk bringt Jung und Alt zusammen.

Nähere Informationen zu den Öcher Frönnden gibt unter www.oecher-froennde.de.

Nachbarschaftshilfe

 Die Welt wird bunter, internationaler aber auch älter. Daher möchte die Bürgerstiftung Gerricus mit diesem neuen Projekt „Nachbarschaftshilfe“ jung und alt zusammenbringen und damit Generationen verbinden, die mit ehrlichem Interesse sich um den jeweils anderen kümmern. Dieses Projekt hat Modellcharakter, ist für 3 Jahre angelegt und benötigt ca. 120.000 EUR. 

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