Unser Werdegang

Sie befinden sich hier:

Die Zukunft gestalten, Anpacken, Unterstützer für die Gemeinde St. Margareta finden – das sind einige Aspekte, die aktive Gerresheimer zur Gründung der Bürgerstiftung Gerricus im Jahr 2008 bewegten. Durch die drohende Kürzung von Kirchensteuermitteln für die Gemeindearbeit wollten sie sich nicht lähmen lassen, im Gegenteil, sie wollten trotz der zu erwartenden Mindereinnahmen die Vielfalt der Gemeinde-Aktivitäten aufrecht zu erhalten und wenn möglich auszubauen. Es war klar, dass dies nur durch vielfältiges bürgerschaftliches Engagement zu erreichen ist, deshalb  wählten sie bewusst die Bezeichnung Bürgerstiftung. Auch wollten  sie nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch jegliches andere Engagement nach außen wertschätzen. Der damalige Pfarrer Karl-Heinz Sülzenfuß war dankbar für diese Initiative und unterstützte sie nachdrücklich, weil sie zukunftsweisende Perspektiven eröffnete. In der hochengagierten Arbeitsgruppe, die sich in der kurzen Gründungsphase traf, waren Dr. Wolfgang Pittermann, Dr. Harald Selzner, Thomas Speier,  Pastor Karl-Heinz Sülzenfuß, Dr. Andreas Peters, Burkhard Fluck, Christian Eisner und Barbara  Krug.  Katharina Posten und Arthur Bohnen unterstützten wesentlich beim Gründungstreffen zur Präsentation der Idee.

Die BG wird bekannt

Um viele Bürger anzusprechen, musste die Bürgerstiftung Gerricus bekannt werden. Ein erstes Stiftungsfest in der Gemeinde St. Margareta im Jahr 2009 war ein wichtiger Schritt  nach außen. Die gute Wahrnehmung in der Öffentlichkeit war ein Hauptanliegen der ersten Vorstandsvorsitzenden Barbara Krug, die sehr viele Kontakte zu knüpfen verstand. Auch der Internet-Auftritt und das graphische Erscheinungsbild, von Vorstandsmitglied Thomas Speier entwickelt, sowie die nahtlose Weiterentwicklung, die die Graphikerin Andrea Osche  einfühlsam prägte, die professionelle Pressearbeit von Angelika Fröhling, die von Anfang an dabei war,  tragen  zum Bekanntheitsgrad bei. Zudem brachten die vielen Ideen und das Sachwissen der ehemaligen Vorstandsmitglieder Nadine Brandmeyer, Andreas Peters, Christina von Plate und Yvonne Schauch die Bürgerstiftung Gerricus nach vorn.

Vernetzung im Stadtteil

Die Hilfe für Arme und Bedürftige in Gerresheim kann nur effizient sein, wenn Kirchengemeinden und Organisationen zusammenarbeiten. Um eine Verzettelung bei der Betreuung der Bedürftigen zu vermeiden, ist eine Vernetzung nötig. Deshalb wird die Caritas-/ Diakoniesprechstunde für Arme gemeinsam von der evangelischen Gemeinde Gerresheim und der Pfarre St. Margareta getragen und von der Bürgerstiftung Gerricus unterstützt.  Die Bürgerstiftung Gerricus ist Mitglied im Netz gegen Armut und der Stadtbezirkskonferenz „Senioren“. Sie organisiert mit den Wohlfahrtsverbänden gemeinsame Projekte für Flüchtlinge, die in Gerresheimer Unterkünften leben, sowie Bedürftige und Senioren. Diese Vernetzung entspricht der Zielsetzung, im Stadtteil präsent zu sein.

Wichtige Projekte

  • Egli-Puppen für die Gestaltung von Kinder- und Schulgottesdiensten – das erste Projekt überhaupt – erfüllten diese Voraussetzung.
  • Die Mitfinanzierung von Ferienfahrten für Kinder und Jugendliche hat sich inzwischen etabliert.
  • Die Unterstützung der Kirchenmusik, die von Musikdirektor Klaus Wallrath geleistet wird, ist fester Bestandteil der Förderung. Eine Stimmbildnerin für die Chorarbeit mit Jugendlichen wird mitfinanziert ebenso wie Konzerte. Zahlreiche Spender helfen dabei.
  • Die Sanierung und der Ausbau des Alten- und Pflegeheims Gerricusstift wurde mit der Einrichtung eines Abschiedsraums, mit einem Snoezelenraum und der Anlage eines Sinnesgarten unterstützt.
  • Eine Schatzkammer in einer Seitenkapelle der Basilika wurde eingerichtet, damit die bedeutenden Gerresheimer Kunstwerke, die zum Teil aus dem Mittelalter stammen, besichtigt werden können. Als Schirmherr setzte sich der Düsseldorfer Galerist Hans Paffrath für das Projekt mit ein. Die Kunsthistorikerin Dr. Beate Johlen-Budnik war für die Auswahl der Schätze und die wissenschaftliche Aufarbeitung verantwortlich. Bis heute unterstützen die Kirchenführer dieses Projekt.
  • Eine Sanierung und ein Ausbau des Jugend- und Gemeindezentrums Aloysianum hat das denkmalgeschützte Haus zu einem modernen, ansprechenden Treffpunkt für viele Gruppen der Pfarre und aus Gerresheim gemacht. Die Steuerung der Bau- und Einrichtungsschritte durch Richard Karwiese, die Planung der Ausstattung durch Innenarchitektin Ursula Legge und Architekt Gereon Thöne waren ein maßgeblicher Beitrag zum Erfolg.