Ökumenischer Jugendkreuzweg: Mit dem Bus durch Düsseldorf

Ziemlich unruhige Zeiten: Wahljahr, Menschen ohne Zuhause, Menschen ohne Aussicht auf Rettung, verunsicherte Hilfebereitschaft, umherziehende Populisten, Aleppo, Terrorgefahr, ein Europa ohne Idee von sich selbst und noch viel mehr wären zu nennen.

 

Mitten darin stehen Jugendliche, mal mit ihren eigenen unruhigen Zeiten, mal mit Zeiten der guten Botschaften und der Freude über das Leben.

 

„Kreuz und quer“, der ökumenische Jugendkreuzweg quer durch Düsseldorf auf den Spuren Jesu, bietet Jugendlichen die Chance, das Leiden Jesu Christi mit dem eigenen Leben in Verbindung zu bringen. ...

 

Freitag, 10. März 2017

ab 18 Uhr

in den Stadtteilen Derendorf, Pempelfort, Unterrath und Gerresheim

 

Veranstalter ist die Katholische Kirchengemeinde St. Margareta mit Unterstützung der Bürgerstiftung Gerricus. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Das Besondere an dem Kreuzweg: Die Jugendlichen fahren mit roten Doppeldeckerbussen sechs verschiedene Orte an und können an den Stationen, die sie interessieren und besonders ansprechen, aussteigen. Jede Station gestalten hauptamtliche Seelsorger gemeinsam mit einer Band oder einem Chor. Die Jugendlichen können dort verweilen, beten, singen und sich mit den Texten und einigen Aktionen persönlich ansprechen lassen.

 

Die Orte und die Aktionen sowie die Akteure sind so bunt und vielfältig wie die Lebensgeschichten der Jugendlichen, die mit der Leidensgeschichte Jesu verbunden werden. Das ehemalige Gefängnis ist ebenso dabei wie der Münsterplatz, an dem tagsüber Obdachlose verweilen, sowie unterschiedlichste Kirchenräume. Von 18 bis 20 Uhr können die Jugendlichen die Stationen besuchen – immer wieder in die Busse ein - und aussteigen – bis alle schließlich um 20.30 Uhr in der Basilika St. Margareta in Gerresheim gemeinsam den Abschlussgottesdienst feiern.

 

Der ökumenische Jugendkreuzweg ist eine Idee von Stephanie Müller, Pastoral-referentin der katholischen Kirchengemeinde St. Margareta, und wird von Seelsorgern und Chören der Gemeinden Evangelische Kreuzkirche, Heilige Familie, St. Franziskus-Xaverius sowie Heilige Dreifaltigkeit mitgestaltet. Die Bürgerstiftung Gerricus unterstützt den Ökumenischen Jugendkreuzweg mit 1.000 Euro.

 

Übersicht der Stationen

 

Station St. Rochus: „Jesus wird ans Kreuz genagelt“

Bagelstraße/ Ecke Prinz-Georg-Straße, Düsseldorf-Pempelfort

Ulrike Krippendorf, Gemeindereferentin Kath. Kirche Derendorf Pempelfort

Band von Robert Sins, Pastoralreferent St. Franziskus Xaverius

Gemeinsame Aktion: Grabkerzen entzünden an der Christusfigur am Turm

Die Christusfigur zeigt die KZ-Nummer von Maximilian Kolbe. So wird das Leiden Jesu mit heutigem Leid in Verbindung gebracht. Die Jugendlichen werden eingeladen, an Verstorbene der NS-Zeit zu denken, aber auch an eigene Verstorbene und für diese am Christus am Turm eine Grabkerze zu entzünden.

 

Station Münsterplatz: „Jesus bricht unter dem Kreuz zusammen“

Derendorf

Lennart Welz, Jugendreferent St. Margareta

Aktion: Sprayen mit Sprühkreide

Auf dem Münsterplatz treffen sich Obdachlose. Die Jugendlichen werden eingeladen, sich über die Not dieser Menschen Gedanken zu machen und darüber, dass auch Jesus Leid erfahren hat. In Erinnerung daran sprayen die Jugendlichen das Logo des Jugendkreuzwegs und andere für sie passende Symbole mit Sprühkreide auf den Platz.

 

Station Evangelische Zionskirche: „Jesus wird zum Tode verurteilt“

Ulmenstraße 90, Düsseldorf-Derendorf

Stephanie Müller, Pastoralreferentin St. Margareta

Gregor Linßen, Musiker, Komponist und Liedermacher, mit dem Chor „Godyeah“

Aktion: Jugendliche beschriften und bekleben das Wort „schuldig“

Große Pappbuchstaben werden auf Leuchtwürfel gestellt und bilden das Wort „schuldig“. Die Jugendlichen werden eingeladen, zu überlegen, wo sie selbst andere verurteilen, zu Unrecht beschuldigt haben oder wo in den Medien Menschen verurteilt werden. Sie schreiben ihre Gedanken mit Eddings auf die Buchstaben oder kleben Zeitungsausschnitte auf die Buchstaben.

 

Station ehemalige Justizvollzugsanstalt Düsseldorf: „Jesus begegnet den weinenden Frauen“

Ulmenstraße 95, Düsseldorf-Derendorf

Gemeindereferent Christoph Dörpinghaus, Leiter der Notfallseelsorge Düsseldorf

Aktion: Die Jugendlichen werden eingeladen, auf weiße Taschentücher zu schreiben, wo sie selbst Trost erfahren haben. Sie können bunte Taschentücher mitnehmen und sind eingeladen, anderen Trost zu spenden.

 

Station St. Lukas: „Jesus nimmt das Kreuz auf die Schultern“

Hugo-Viehoff-Straße 80, Düsseldorf-Derendorf

Sebastian Lambertz, Kaplan St. Margareta

Hanjo Robrecht, Kirchenmusiker Heilig Geist, mit dem Chor „Le cho(e)r“

Aktion: Es wird eine Präsentation gezeigt, wo Menschen sich für andere einsetzen. Jugendliche können aus einer Lostrommel Lose ziehen auf denen steht, was und wie sie sich in der nächsten Woche für andere einsetzen sollen. Z.B.: „Schenke eine Stunde deiner Zeit nächste Woche und hilf einem Klassenkameraden in der Schule.“ „Setz dich für jemanden ein, der sonst wenig Wertschätzung erfährt.“ „Was wird in deiner Gemeinde für Flüchtlinge gemacht? Informiere dich und schau, ob du mit einem Flüchtling ins Gespräch kommen kannst.“

 

Station St. Bruno: „Jesus wird seiner Kleider beraubt“

Kalkumer Straße 58, Düsseldorf-Unterrath

Johannes Burgmer, Diakon Heilige Familie

Christoph Seeger, Kirchenmusiker Heilige Familie, mit Caminando

Aktion: Jugendliche können Fotos mit Masken und einer Polaroidkamera machen

Jugendliche überlegen, wo sie selbst Masken aufziehen, nicht ihr wahres Gesicht zeigen, und sie können ein Schriftgespräch führen, wo sie erfahren, dass Menschen bloßgestellt werden.

 

Abschlussgottesdienst in St. Margareta mit Station „Jesus stirbt am Kreuz“

Gerricusplatz, Düsseldorf-Gerresheim; Klaus Wallrath, Kirchenmusiker St. Margareta, mit Jugendkantorei; den Gottesdienst leiten Kaplan Sebastian Lambertz und Pastoralreferentin Stephanie Müller.

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